Das Naschbuch

Gesundes Naschen – für Kinder mit Hyperaktivität, Lern- und Konzentrationsstörung

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, Kinder mit zahlreichen Lebensmittelunverträglichkeiten so zu ernähren, dass sie einerseits gesunde Nahrungsmittel zu sich nehmen und andererseits nicht das Gefühl haben, auf alles, was gut schmeckt, verzichten zu müssen. Die meisten Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind leicht zu handhaben, indem man einfach bestimmte Lebensmittel aus dem Speiseplan streicht und durch ähnliche ersetzt. Bei hyperaktiven Kindern und Kindern mit Lern- und / oder Konzentrationsstörungen besteht allerdings oft das Problem, dass sie Unverträglichkeiten gegenüber Lebensmitteln entwickelt haben, die man nicht so einfach ersetzten oder weglassen kann.

Für diese Kinder ist es ganz besonders wichtig, dass sie sich ausgewogen und gesund ernähren. Entsprechende Literatur mit Rezeptvorschlägen gibt es zuhauf, doch die Grenzen sind schnell erreicht, wenn es um das Thema Süßigkeiten und Naschereien geht. Alleine das Wissen, welche Lebensmittel zu vermeiden sind, hilft nicht weiter. Es braucht Alternativen, die man den Kindern anbieten kann, um Dauerfrust zu vermeiden. So ist dieses Buch mit Rezepten für ein gesundes Naschen entstanden, und ich lade Sie ein, mit etwas Experimentierfreude an die verschiedenen Vorschläge heranzugehen.

Die Rezepte sind glutenfrei gestaltet und es finden sich keine konzentrierten Kohlenhydrate. Zucker wird durch gesündere Alternativen ersetzt und selbstverständlich werden nur unproblematische Lebensmittel verwendet. Lediglich Milchprodukte finden sich quasi als „Platzhalter“, die dann, entsprechend der Unverträglichkeit Ihres Kindes, durch angegebene Alternativen ersetzt werden können. Die so gestalteten Rezepte sind also auch für Menschen mit Zöliakie oder Diabetes bestens geeignet.

Die Erfahrung zeigt, dass Kinder mit Lernstörungen und/oder Hyperaktivität häufig sehr sensibel sind und auf alles, was ihnen nicht gut tut, empfindlich und mit ausgeprägten Symptomen reagieren können. Dazu gehören nicht nur unsere Lebensmittel, sondern auch alles andere, womit Kinder tagtäglich konfrontiert werden, wie z. B. Schwermetalle und andere Toxine, Elektrosmog, Medikamente, Stress, Gerüche, Geräusche, psychische Belastungen     und vieles andere mehr.

So groß der Aufwand auch sein mag – es lohnt sich, genau hinzusehen, was die Kinder krank macht, und die Ursachen so gut es geht zu beseitigen. Oft genug wird der Einsatz mit einem gesunden Kind belohnt. Eine große Hilfe bei der Suche nach Ursachen bieten Biofeedbackverfahren wie z. B. die Kinesiologie oder auch die Untersuchung mit dem CyberScan, die schnell Hinweise auf mögliche Belastungen geben können.